Frequently Asked Questions (FAQ)

Über das Projekt

LeseKI:DS ist eine Webseite, die es Kindern mithilfe von Künstlicher Intelligenz ermöglicht, Texte basierend auf ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten zu generieren. Über mehrere Wochen hinweg können die Schüler*innen Texte zu verschiedenen narrativen Themen erstellen, lesen und dazu passende Aufgaben bearbeiten. Ziel ist es, die Lernmotivation und die Lesefähigkeiten der Kinder zu stärken.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um die Wirksamkeit und Effektivität des Förderprogramms zu evaluieren. Im Zentrum stehen dabei folgende Kernfragen:

1. Förderung der Lesekompetenz: Eignen sich KI-generierte, personalisierte Geschichten zur Förderung von Lesekompetenz, Leseinteresse, Lesemotivation und Leseselbstkonzept in der Grundschule?

2. Integration von KI in den Unterricht: Können generative KI-Modelle sinnvoll in den Grundschulunterricht integriert werden?

Im Fokus steht das Fach Deutsch. LeseKI:DS ist so konzipiert, dass es sich besonders gut in den Leseunterricht und den Deutschunterricht integrieren lässt und dort in passenden Settings als digitale Leseförderung eingesetzt werden kann.

LeseKI:DS ist ein Projekt vom Institut für Schulentwicklungsforschung der TU Dortmund und wird durch die Vodafone Stiftung gefördert. [Link zu unserem Impressum]

Fragen zum Zugang zu LeseKI:DS

Falls Sie Interesse daran haben, am Projekt LeseKI:DS teilzunehmen, freuen wir uns über Ihre Anmeldung. Sie können sich entweder direkt über das Teilnahmeformular registrieren, oder uns eine E-Mail senden.
Zum Teilnahmefomular

Für die Nutzung von LeseKI:DS benötigen Lehrkräfte einen stabilen Internetzugang im Klassenzimmer, sowie Laptops oder Tablets für alle teilnehmenden Schüler*innen. Zusätzlich benötigt auch die Lehrkraft ein geeignetes Gerät, um Klassen anzulegen, Eingaben freizugeben und den Ablauf zu begleiten.

LeseKI:DS kann auf Android-Tablets, Windows-, sowie iOS-Geräten betrieben werden. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung von LeseKI:DS auf dem Smartphone nicht unterstützt wird.

Ja, die Teilnahme und die Nutzung sind kostenlos. Zur Teilnahme ist lediglich die Registrierung über das Teilnahmeformular notwendig.

Die Nutzung von LeseKI:DS ist im Rahmen der Erhebung ab Februar 2026 bis zum Sommer 2026 grundsätzlich möglich.

Wir streben an, die Website auch langfristig nach Beendigung der Studie Schüler*innen und Lehrkräften zur Verfügung zu stellen.

Für Fragen zur Implementierung stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung und bieten bei Bedarf gerne Unterstützung an.
E-Mail: info@lesekids.schule

Insgesamt können Lehrkräfte bis zu 42 Schüler*innen pro Klasse eintragen und am Programm teilnehmen lassen. Lehrkräfte haben jedoch die Möglichkeit, mehrere ihrer Klassen bei LeseKI:DS zu registrieren.

Um ein neues Passwort zu erstellen, klicken Sie bitte beim Login auf der Webseite auf die Schaltfläche „Passwort vergessen“. Sie erhalten anschließend eine E-Mail mit Ihrem neuen Passwort.

Derzeit steht für das Projekt LeseKI:DS keine mobile App zur Verfügung. Die Nutzung erfolgt über eine Webanwendung, die mit allen gängigen Browsern und Betriebssystemen kompatibel ist.

Die LeseKI:DS Mission ist ein integrierter Fragebogen, der dazu dient, forschungsrelevante Informationen und Daten zur Nutzung des Leseförderprogramms zu erfassen. Diese Daten helfen dabei, die Wirksamkeit und die Umsetzung von LeseKI:DS wissenschaftlich zu evaluieren.

Gleichzeitig hat die Mission auch eine Übungsfunktion: Ein zentraler Bestandteil sind Aufgaben zur Überprüfung und Förderung der Lesefähigkeiten. Diese Aufgaben sind adaptiv gestaltet und passen sich dem Leistungsstand der Kinder an. So sollen Überforderung und Frustration vermieden werden, während die individuellen Fähigkeiten zuverlässig eingeschätzt werden können.

Auf Basis der Ergebnisse kann LeseKI:DS passende Textschwierigkeiten auswählen, sodass Kinder Texte erhalten, die ihrem aktuellen Kompetenzniveau entsprechen.

Fachdidaktische Fragen

LeseKI:DS richtet sich speziell an Schüler*innen der vierten Klasse, die ihre Leseflüssigkeit oder ihr Leseverständnis verbessern möchten. Da die Webseite derzeit nur Lesematerialien anbietet, ist es wichtig, dass die Kinder bereits fähig sind, mehrere zusammenhängende Sätze zu lesen und zu verstehen, um von den Übungen optimal profitieren zu können. LeseKI:DS bietet die Möglichkeit, Texte in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu generieren, um gezielt auf die unterschiedlichen Lesefähigkeiten der Schüler*innen dieser Jahrgangsstufe einzugehen. Obwohl LeseKI:DS primär für die vierte Klasse konzipiert wurde, kann es auch von anderen Klassenstufen oder von Schüler*innen mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesenlernen, wie etwa Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), genutzt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass das Programm nicht speziell für diese Schüler*innengruppen entwickelt wurde.

Die Webseite bietet verschiedene narrative Rahmen an, innerhalb derer Schüler*innen die Inhalte der Geschichten selbst gestalten können. Dabei gibt es zwei Arten der Personalisierung. Themen und Personalisierungsoptionen finden Sie unterhalb als Übersicht.

1. Inhaltliche Personalisierung im Narrativ
Ein Beispiel für diese Personalisierung ist das Narrativ „Detektivgeschichten“. Die Schüler*innen können im Kontext dieses Formats den Ort, die Namen und das Geschlecht der Charaktere sowie die Ereignisse, über die sie lesen möchten, individuell gestalten. Dabei verändert sich die Geschichte und ihr Verlauf abhängig davon, was die Kinder eingeben und im Dropdown-Menü auswählen. Dadurch können aus einem Narrativ mehrere Texte mit unterschiedlichen Vorgaben generiert werden. Die Lehrperson gibt die Eingaben der Kinder frei, um unangemessene Eingaben der Kinder zu vermeiden.

2. Adaptive Personalisierung über die LeseKI:DS Mission
Zusätzlich bietet LeseKI:DS eine Anpassung der Textschwierigkeit basierend auf der erbrachten Leistung in der LeseKI:DS Mission. Dabei erhalten die Schüler*innen Texte, die zu ihren aktuellen Fähigkeiten passen. Hier können die Kinder Angaben wie Namen und Geschlecht der Hauptpersonen der Geschichte mitbestimmen.

Themen-Nr. Thema Kurzbeschreibung des Themas Zentrale Lernidee Schwierigkeitsstufen Personalisierung
1 Detektivgeschichten Zwei junge Detektivfiguren sammeln Hinweise, ordnen Informationen und lösen Schritt für Schritt einen rätselhaften Fall. Wer genau hinsieht und Hinweise ordnet, kann Zusammenhänge erkennen und Lösungen finden. 1 Inhaltliche Personalisierung Namen, Ort, Fall und Nebenfigur
2 Rettungsmission im All Eine Crew sichert eine Wetterstation im All, um eine Stadt vor einem Sturm zu schützen. Gefühle werden über Handlungen und Körpersignale vermittelt. Gefühle lassen sich aus Verhalten und Situationen erschließen. 4 Adaptive Personalisierung Textschwierigkeit, Namen und Geschlecht
3 Helden des Alltags Ein Kind begleitet für einen Tag eine berufstätige Person und lernt typische Aufgaben und Arbeitsabläufe kennen. Jeder Beruf ist wichtig und trägt zum Funktionieren der Gesellschaft bei. 1 Inhaltliche Personalisierung Beruf, Arbeitsort und Werkzeuge
4 Haustiergeschichten Tiere lernen in einer geheimen Schule, wie sie Kinder bei Sorgen, Angst oder Überforderung unterstützen können. Nähe und Fürsorge können Kindern Sicherheit geben. 4 Adaptive Personalisierung Textschwierigkeit, Name der Hauptfigur und des Haustiers
5 Abenteuer Ein fantasievolles Kind erlebt ein Abenteuer, begegnet einem besonderen Wesen und wächst über eigene Zweifel hinaus. Mut entsteht, wenn man trotz Unsicherheit handelt. 1 Inhaltliche Personalisierung Ort, Wesen, Problem und Eigenschaften
6 Dazugehören Eine Konfliktsituation wird aus zwei Perspektiven erzählt und macht Ausgrenzung und Gruppendynamiken sichtbar. Perspektivwechsel hilft, Konflikte zu verstehen und fair zu handeln. 4 Adaptive Personalisierung Textschwierigkeit, Namen und Geschlecht
Die Webseite nutzt eine Programmierschnittstelle von OpenAI, die auf dem Modell Chat-GPT 4 basiert. Bei der Erstellung der Narrative wurde besonders darauf geachtet, stereotype Darstellungen von Menschen in Bezug auf Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und kulturellen Hintergrund zu vermeiden.

Als Teil des Onboarding-Prozesses erhalten Sie eine Einführung in das fachdidaktische Konzept der LeseKI:DS-Website.

Das LeseKI:DS-Leseförderprogramm verfolgt einen systematischen und expliziten Ansatz zur Leseförderung. Dabei wird das Lesen der personalisierten Texte mit didaktischen Elementen verknüpft, zum Beispiel mit der Hervorhebung wichtiger Wörter oder einer strukturierten Vorbereitung und Anschlusskommunikation im Unterricht. Es wird empfohlen, das Programm regelmäßig mit den Schüler*innen zu nutzen, idealerweise dreimal pro Woche für jeweils 30 Minuten.

LeseKI:DS lässt sich besonders gut in den Leseunterricht und in den Deutschunterricht integrieren, etwa als feste Lesezeit, als Stationenarbeit oder als ergänzende Übungsphase. Die Kinder lesen personalisierte Geschichten innerhalb eines narrativen Rahmens. Obwohl die Inhalte personalisiert werden können, teilen alle Geschichten eines Narrativs zentrale Gemeinsamkeiten. Dadurch ist eine gemeinsame thematische Vorbereitung möglich und es entsteht eine gute Grundlage für Anschlusskommunikation, in der sich die Schüler*innen über unterschiedliche Textvarianten austauschen können.

Ein Beispiel zur Integration in den Unterrichtsalltag ist das Narrativ zum Thema „Berufe“, in dem Kinder verschiedene Berufe kennenlernen und sich gezielt Berufe aussuchen können, in die sie in der Geschichte hineinschnuppern möchten. Die Geschichten bleiben im Kern vergleichbar, unterscheiden sich aber in Figuren, Settings und Details. So können Lehrkräfte Wortschatz, Textverständnis und Gespräche über Inhalte gezielt anregen und gemeinsam aufgreifen.

Als Teil des Onboarding-Prozesses erhalten Sie eine umfassende Einführung in das fachdidaktische Konzept der LeseKI:DS-Website.

Das LeseKI:DS-Leseförderprogramm verfolgt einen systematischen und expliziten Ansatz zur Leseförderung. Mehr dazu in der Frage: “Wie integriere ich LeseKI:DS in den Unterricht?”.

Das Programm kann von Schüler*innen mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesenlernen, wie etwa Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), genutzt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass das Programm nicht speziell für diese Schüler*innengruppen entwickelt wurde.

Das Programm kann von Schüler*innen mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesenlernen, wie etwa Kinder mit Deutsch als Fremdsprache, genutzt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass das Programm nicht speziell für diese Schüler*innengruppen entwickelt wurde.

Leider ist die Nutzung derzeit nur auf Deutsch möglich.

Häufige Probleme und Lösungen

Für Fragen zum Projekt stehen wir Ihnen jederzeit gerne per E-Mail zur Verfügung: info@lesekids.schule.